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Longevity Kongress 2025: Über 150 Expertinnen und Experten im Zeichen der Bewegung
Der Kongress über körperliche Aktivität und gesunde Langlebigkeit, der am 22. November 2025 in der renommierten Buchinger Wilhelmi Klinik in Marbella stattfand, vereinte über 150 Teilnehmerinnen und Teilnehmer, darunter Gesundheitsfachkräfte, Longevity Expertinnen und Experten, Forschende, Patientinnen und Patienten sowie Wellness Begeisterte.
Highlights des Longevity Kongresses
Die Veranstaltung verband Wissenschaft, klinische Praxis und transformative Erfahrungen und stellte die Förderung eines langen und gesunden Lebens durch zentrale Säulen wie Fasten, Bewegung, Ernährung und mentale Gesundheit in den Mittelpunkt.
Der Tag begann mit einer Begrüßungsrede von Victor Wilhelmi, dem Klinikdirektor der Buchinger Wilhelmi Klinik in Marbella, eine Position, die er gemeinsam mit Katharina Rohrer innehat. Er stellte die Geschichte und Entwicklung der Buchinger Methode sowie die Prinzipien des therapeutischen Fastens vor und betonte dessen zahlreiche gesundheitliche Vorteile sowie seine Bedeutung als Wendepunkt für einen bewussteren Umgang mit Langlebigkeit.
Im Anschluss sprach Dr. Younes Regragui, der Medizinische Direktor, über die Bedeutung körperlicher Aktivität im Rahmen des integrativen medizinischen Ansatzes der Klinik und erläuterte, dass die richtige Verschreibung und das Verständnis von Bewegung zu einem entscheidenden Element werden, um die Lebensqualität der Patientinnen und Patienten zu verbessern. Facundo Diamante, Leiter des Bewegungsteams, betonte, dass es nicht ausreiche, länger zu leben: „Die wahre Herausforderung besteht darin, diese Zeit auch wirklich zu leben.“ Er hob hervor, dass strukturiertes, diagnostikbasiertes Training Patientinnen und Patienten stärkt und die Sterblichkeit auf medikamentenfreie Weise reduziert.

Victor Wilhelmi
Wissenschaftliche Studien und Trainingsverschreibung
Dr. Robin Mesnage, Wissenschaftlicher Direktor bei Buchinger Wilhelmi, präsentierte Ergebnisse der Genesis Studie, die zeigt, dass Fasten die Muskelmasse nicht beeinträchtigt, im Gegenteil, es kann die körperliche Stärke sogar verbessern. Er erklärte, dass der Körper während des Fastens Fett als primäre Energiequelle nutzt, wovon Muskelzellen profitieren. Zudem komme es zu hormonellen Veränderungen, die nach dem Fasten das Muskelwachstum fördern. In der Klinik können Patientinnen und Patienten bis zu 14 Stunden überwachte körperliche Aktivität pro Woche durchführen.
Felipe Isidro Donate, Professor für Sportwissenschaft, hielt eine herausragende Präsentation über die Notwendigkeit einer echten evidenzbasierten Bewegungsmedizin. Er bemerkte: „Der Körper ist ein Instrument, das Nervensystem sein Dirigent, Biomarker sind die Partitur, und Funktionstests sind die Noten.“ Mit dieser Metapher plädierte er für eine fein abgestimmte, individuelle und therapeutische Trainingsverschreibung, angepasst an die jeweiligen Eigenschaften und Lebensphasen eines Menschen.

Dr. Robin Mesnage
Er betonte, dass Bewegung kein Luxus, sondern eine biologische Notwendigkeit ist und dass gut verschriebenes Training nicht nur die Lebensqualität verbessert, sondern eine Investition in die Prävention vorzeitigem Tod ist und eine aktive, gesunde Langlebigkeit ermöglicht.
Stoffwechsel, Ernährung und mentale Gesundheit
Nach einer von Facundo Diamante moderierten Diskussionsrunde fand der Vortrag More Than Just Biochemistry statt, geleitet von Borja Martínez Téllez (Ramón-y-Cajal-Forscher, Universität Almería) und Adrián Castillo García (FISSAC). Sie diskutierten den Stoffwechsel aus einer ganzheitlichen Perspektive, die über rein physiologische Aspekte hinausgeht.
Dr. Carmen Rodríguez García, Ernährungsexpertin, erklärte, wie eine geeignete Ernährungsstrategie zu Beginn körperlicher Aktivität gesunde körperliche Veränderungen fördern kann und betonte die Rolle der Ernährung in körperlicher Transformation und allgemeinem Wohlbefinden.
Chronobiologie, mentale Gesundheit und Bewegung im Einklang mit dem Rhythmus des Körpers
Der Nachmittag begann mit einer Präsentation von Xevi Verdaguer, einem renommierten Experten für Psychoneuroimmunologie, der erläuterte, wie Licht und der zirkadiane Rhythmus die Gesundheit und körperliche Leistungsfähigkeit direkt beeinflussen. Er betonte, dass der Zeitpunkt des Trainings unterschiedliche metabolische Effekte hat und dass Regelmäßigkeit sowie die Synchronisierung mit den inneren Rhythmen entscheidende Faktoren für gesunde Langlebigkeit sind.
María Rodríguez Ayllón, PhD in Biomedizin, beleuchtete die Verbindung zwischen körperlicher Aktivität und mentaler Gesundheit. Sie führte aus, dass Spanien hohe Raten an Depressionen und Angststörungen aufweist, insbesondere unter jungen Frauen, und dass Bewegung ein wirksames Mittel zur Prävention und Verbesserung mentaler Gesundheit sein kann, sofern sie individuell, fachgerecht und unter Aufsicht verschrieben wird. Sie hob hervor, dass Selbstwertgefühl der Hauptmechanismus ist, der sich durch körperliche Aktivität verbessert.
Bewegung zur Osteoporoseprävention bei Frauen
Der abschließende Vortrag wurde von Manuel Martín Olvera gehalten, einem Experten für Knochengesundheit und Mitautor des Buches Exercise and Osteoporosis, der Bewegungsstrategien zum Schutz der Knochenmasse in der Perimenopause erläuterte. Er betonte, dass Knochengewebe sehr sensibel auf körperliche Reize reagiert und dass der Fortschritt der Osteoporose durch Krafttraining, kontrolliertes Springen und Übungen mit Haltungswechseln gestoppt werden kann, stets mit dem Ziel von Stabilität und progressiver Intensität.
Der Tag endete mit einer Abschlusstafel, moderiert von Victor Wilhelmi, in der Fragen aus dem Publikum beantwortet und die wichtigsten Erkenntnisse des Kongresses zusammengefasst wurden. Die Schlussworte boten nicht nur eine integrative Reflexion, sondern auch eine bemerkenswerte, fast humorvolle Botschaft von Wilhelmi, der den Geist des Tages mit einem Satz zusammenfasste, der für Lächeln und Zustimmung sorgte: „Langlebigkeit beginnt jeden Morgen: Im nüchternen Zustand zu springen könnte der erste Schritt sein.“
Während des Kongresses genossen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ein gesundes Frühstück und ein köstliches Mittagessen, zubereitet mit saisonalen und regionalen Zutaten von Fernando Sánchez, dem Executive Chef der Buchinger Wilhelmi Klinik Marbella, und seinem höchst professionellen und engagierten Küchenteam. Diese kulinarischen Angebote boten nicht nur Energie und Wohlbefinden, sondern auch wertvolle Momente des Austauschs, ganz im Sinne der Philosophie der Klinik, Genuss und Gesundheit durch achtsames Essen zu vereinen.
Die ReferentInnen
Victor Wilhelmi, Klinikmanagement Buchinger Wilhelmi Marbella
Dr. Younes Regragui, Chefarzt Buchinger Wilhelmi Marbella
Facundo Diamante, Personal Trainer Buchinger Wilhelmi Marbella
Dr. Robin Mesnage, Wissenschaftlicher Direktor Buchinger Wilhelmi Überlingen
Felipe Isidro Donate, Professor für Sportwissenschaft
Borja Martínez Téllez, Ramón-y-Cajal-Forscher, Universität Almería
Adrián Castillo García, FISSAC
Dr. Carmen Rodríguez García, Ernährungsexpertin
Xevi Verdaguer, Experte für Psychoneuroimmunologie
María Rodríguez Ayllón, PhD in Biomedizin
Manuel Martín Olvera, Experte für Knochengesundheit und Buchautor
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