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Lockerung im seelischen Gefüge

„Fasten ist so alt wie die Völker der Erde. Von der Schulmedizin lange als Wunderglauben abgetan, sind heute zahlreiche heilsame Effekte
des Nahrungsverzichts bewiesen. Doch nicht nur im Körper, auch im Geist tut sich Bemerkenswertes.“

«Dick, faul – und das Hohe schwindet. Ich muss fasten», notierte Otto Buchinger im Januar 1905 in sein Tagebuch. Da war er 27 Jahre alt, befuhr als Arzt der Kaiserlichen Marine im Ostasiatischen Kreuzergeschwaderdie Weltmeereund hatte noch keine Ahnung, was es mit dem Fasten auf sich hatte.Ganz im Gegenteil: Egal, wohin sie kamen, es galt, «eine erstaunliche Menge an Einladungen zu verkraften». Galadiners, Bälle, Tigerjagd in Johore, ein Festmahl beim König von Siam, überall Speis und Trank im Übermass.Bereits im Studentenkorps hatte ihn der «Trinkzwang bis zum Erbrechen» angewidert, und als Offizier ging es so weiter. In Kalkutta begegnete Buchinger fastenden Brahmanen, daher wohl die Notiz, doch noch war sein Interesse am Fasten theoretischer Natur.

Lesen Sie hier das Protokoll einer Fastenkur „Lockerung im seelischen Gefüge“,erschienen in der Neue Zürcher Zeitung am Freitag, 26. April 2019 . VON ANJA JARDINE

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