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Generationswechsel in Überlingen

Zum 1. März 2019 übergibt Raimund Wilhelmi seine Aufgaben als Geschäftsführer der Klinik Buchinger Wilhelmi an seinen Sohn Leonard Wilhelmi. Die Leitung der renommierten Fastenklinik geht damit in die vierte Familiengeneration über.

Nach 40 Jahren im Unternehmen, davon 34 Jahre als Leiter der Klinik am Bodensee, tritt der Enkel des Gründers Dr. Otto Buchinger die Klinikleitung ab, um sich fortan auf andere Projekte zu fokussieren – ganz aus der Klinik zurückziehen wird Raimund Wilhelmi sich jedoch nicht: Er wird in der Rolle als Präsident der Gruppe und Vorsitzender des Beirats dem Familienunternehmen treu bleiben und die Kliniken auch weiterhin strategisch beraten.

In seiner Zeit als Klinikdirektor hat Raimund Wilhelmi die Kliniken am Bodensee und in Marbella den Bedürfnissen der sich wandelnden Zeit angepasst und sie so zu den weltweit führenden Kliniken für Heilfasten, integrative Medizin und Inspiration etablieren können.

Anlässlich des bevorstehenden Wechsels fasst Raimund Wilhelmi zusammen:

„Wenn ich auf die letzten 40 Jahre zurückblicke, bin ich stolz, dass wir es geschafft haben, beide Kliniken als Marktführer, mit einem wissenschaftlich fundierten Therapieangebot und weltweiter Anerkennung, zu positionieren. Mein Sohn Leonard hat in St. Gallen studiert, erfolgreich ein soziales Start-up gegründet und umfangreiche berufliche Erfahrung, auch außerhalb der Klinik, gesammelt – er hat einen frischen Blick und wird neue Impulse setzen.“

Leonard Wilhelmi freut sich, der 1953 gegründeten Klinik nunmehr in vierter Familiengeneration vorstehen zu dürfen:

„Ein langes und gesundes Leben zu führen, ist für immer mehr Menschen wichtig, die in Beruf und Familie Verantwortung tragen. Neueste wissenschaftliche Forschungen belegen, dass das Buchinger Fasten hierbei ein einzigartiges Tool sein kann. Ich bin stolz, unseren internationalen Patienten auf ihrem Weg zu einem gesunden und glücklichen Leben helfen zu können und freue mich sehr auf die Herausforderung!“

 

Raimund Wilhelmi:

1949 wird Raimund Wilhelmi als Sohn von Maria Buchinger und Helmut Wilhelmi in Bad Pyrmont geboren. Nach einem Jurastudium in Berlin und Hamburg und dem Studium der Psychologie in New York beginnt er 1979 in der elterlichen Klinik zu arbeiten. Nach dem Tod des Vaters 1985 übernimmt er die Klinikleitung und wird Präsident des Verwaltungsrats der Dependance in Marbella. Die Bemerkung seines Großvaters, dass die Buchinger Methode für jetzt zwar ideal sei, aber er durchaus neue Entwicklungen in der Zukunft für möglich halten und begrüßen würde, nimmt er sich zu Herzen. Er erkennt früh, wie sich die Bedürfnisse der Menschen im Laufe der Zeit verändern, sieht die Möglichkeiten einer globalisierten Welt und die Fortschritte der Medizin.

Gemeinsam mit seiner Frau, der aus Genf stammenden Ärztin Dr. Françoise Wilhelmi de Toledo, und seinem Team entwickelt er Klinik und Methode stetig weiter. Unter seiner Ägide wird das räumliche Angebot in beiden Kliniken erweitert, neue Häuser auf Vier- und Fünf-Sterne-Niveau für die internationale Klientel werden gebaut, Digital Detox und zahlreiche weitere Angebote und Therapien aus der ganzen Welt eingeführt und an die Buchinger Methode angepasst.

So ist es auch das Verdienst von Raimund Wilhelmi, die Bedeutung psychischer Aspekte bei einem Krankheitsverlauf zu erkennen und – zum damaligen Zeitpunkt ein Novum – das therapeutische Angebot durch Psychologen zu ergänzen. Bis heute ist die Psychotherapie, neben einem umfangreichen dreisprachigen Kulturangebot, ein fester Bestandteil im Buchinger Wilhelmi Programm.

 

Leonard Wilhelmi:

Als jüngerer der beiden Söhne von Dr. Françoise Wilhelmi de Toledo und Raimund Wilhelmi wird Leonard Wilhelmi 1987 in Scherzingen, im Kanton Thurgau in der Schweiz geboren. Nach seinem Abitur an der Internatsschule Schloss Salem absolviert er ein Pflegepraktikum an der Charité Berlin und bei Prof. Dobosch in den Kliniken Essen-Mitte.
2015 schließt er sein Masterstudium in International Business Management an der Universität St. Gallen (HSG) nach einem Auslandssemester an der University of Southern California in San Diego erfolgreich ab.

An der Universität St. Gallen ist Leonard Wilhelmi Gründungspräsident des Family Business Clubs, der sich zum Ziel gesetzt hat, einen Austausch zwischen Studierenden der Universität St. Gallen und Familienunternehmen zu fördern.

2013 gewinnen er und sein Kommilitone für das gemeinsame Start-up „Gartengold“ einen Award des Innovationsforums Startfeld im Bereich „Social Enterprise“. Gartengold produziert bis heute in Zusammenarbeit mit benachteiligten Menschen und Menschen mit Behinderung aus unbewirtschafteten Bäumen in der Ostschweiz Apfelsaft.

Nach verschiedenen Praktika, unter anderem in einer internationalen Unternehmensberatung, arbeitet er ab 2015 in einem börsennotierten Telekommunikationsunternehmen. Hier nimmt er am firmeneigenen Nachwuchsförderungsprogramm teil und leitete unter anderem ein Auslandsprojekt in Istanbul.

2017 beginnt Leonard Wilhelmi mit einem umfassenden Einarbeitungsprogramm als Junior Manager in der elterlichen Klinik Buchinger Wilhelmi Bodensee.

Lesen Sie hier den Artikel im Handelsblatt über den Generationswechsel.

 

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