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Langzeitfasten beeinflusst die Ausscheidung von Schwermetallen über den Urin und das Haar beim Menschen

Überlingen, 30.09.2021 – Eine Studie der Buchinger-Wilhelmi-Klinik in Überlingen mit 109 Teilnehmenden zeigte, dass die Konzentration von Arsen und Nickel im Urin nach 10 Fastentagen deutlich zurückgeht. Parallel dazu wurde 10 Wochen nach der Fastenperiode eine Reduktion der Bleibelastung in den Haaren festgestellt.

Die Aufnahme von Schwermetallen und Pestiziden mit der Nahrung ist eine ernst zu nehmende Gesundheitsgefährdung. Die zunehmende Umweltverschmutzung durch den industriellen Einsatz toxischer Stoffe führt zu deren Anreicherung in der Nahrungskette. Erkrankungen wie Krebs, neurologische und Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder auch Unfruchtbarkeit können die Folge sein, wenn Menschen diesen giftigen Chemikalien ausgesetzt sind.

Die Exposition des Menschen gegenüber toxischen Schwermetallen und Pestiziden wird nur selten routinemäßig überwacht. In einer der ersten Studien in diesem Bereich wurde die Konzentration von Arsen, Chrom, Kobalt, Blei, Nickel und Quecksilber im Urin vor und nach 10-tägigem Fasten gemessen.

Langzeitfasten begünstigt Ausscheidung von Schwermetallen - Studie

Ergebnisse

Der Arsengehalt im Urin sank um 72 % und der Gehalt von Nickel um 15 %. Blei war nach dem Fasten nicht mehr nachweisbar. Der Quecksilbergehalt blieb unverändert. Chrom und Kobalt waren vor dem Fasten nur in Spuren messbar. Darüber hinaus wurde Glyphosat, ein Bestandteil des Pestizids Roundup, bei 9 Personen zu Beginn des Fastens nachgewiesen, nicht aber nach dem Fasten.

Des Weiteren zeigte eine bei 22 Personen vorgenommene Haaranalyse zur Überwachung der Schadstoffanreicherung, dass der Bleigehalt während des Fastens um 30 % sank.

Symptome wie Müdigkeit, Schlafstörungen, Kopfschmerzen, Hunger und körperliche Beschwerden waren nach 10 Fastentagen deutlich reduziert.

Zusätzlich gaben die Studienteilnehmenden vier Wochen nach dem Fasten an, vermehrt auf den Verzehr biologischer Lebensmittel zu achten und weniger zu rauchen.

 

Fazit

Insgesamt zeigt die neue Studie, dass die Belastung durch Umweltgifte während des Langzeitfastens abnahm und dass die Teilnahme am Buchinger Wilhelmi-Programm die Teilnehmenden wirksam zu einem gesünderen Lebensstil anregte.

 

Autoren

Franziska Grundler, Gilles-Éric Séralini, Robin Mesnage, Vincent Peynet, Françoise Wilhelmi de Toledo, “Excretion of heavy metals and glyphosate in urine and hair before and after long-term fasting in humans”, Frontiers in Nutrition, 2021
DOI: 10.3389/fnut.2021.708069

 

Kontakt

Dr. Françoise Wilhelmi de Toledo
E-Mail: francoise.wilhelmi@buchinger-wilhelmi.com